Strecken

Rennstrecken-Nutzungszusagen (Stand 11.2014)

Motodrom Ludwigslust

ludwigslust Motodrom Ludwigslust

Racetracks Wanted!

Sandbahn, Speedway, ... Sandbahn, Speedway, ...

Die Rennen der SCAG sollen auf klassischen Dirt Tracks nach US-amerikanischen Vorbild ausgetragen werden. Um zu gewährleisten, dass möglichst viele Teams und Fahrer aus ganz Deutschland teilnehmen können, ist es wichtig, dass die Rennveranstaltungen bundesweit stattfinden. Voraussetzung hierfür ist, dass die benötigten Sportstätten vorhanden sind. Derzeitig existieren hierzulande keinerlei klassische Dirt Track Anlagen für die Umsetzung des Projekts SCAG. Zur Bewältigung dieser Problemstellung gibt es mehrere Lösungsansätze, die in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst sind.

Variante Beschreibung Vorteil(e) Nachteil(e)
1 Der SCAG e.V. pachtet bundesweit mehrere Geländeflächen an, auf denen unter Voraussetzung einer nahezu 100%igen Eigenleistung aller SCAG-Mitstreiter die benötigten Rennstrecken erbaut und betrieben werden. kostengünstig hoher Arbeitsaufwand erforderlich, nur einfache Rennstrecken möglich
2 Alle beteiligten Rennteams / -fahrer schließen sich zu einer Speedway-Kapitalgesellschaft zusammen, wobei jedes Mitglied einen gewissen Geldbetrag einbringt. Das mit Hilfe der einzelnen Anteile gebildete Grundkapital dient als Eigenanteil zur Aufnahme eines Bankkredits, der vollumfänglich zum Bau der Rennstrecken verwendet wird. professionelle Rennstrecken möglich Eigenkapital der Mitglieder erforderlich, Kredittilgungsverpflichtungen
3 Es finden sich einzelne Streckenbetreiber, die selbst für den Bau und den Betrieb der Rennstecken verantwortlich sind. einfache bis professionelle Rennstrecken möglich Verantwortung und Risiko trägt alleine der Betreiber
4 Die zubauenden Dirt Track Rennstrecken ähneln in ihrer Länge und Beschaffenheit stark den bereits in Europa vorhandenen Sandbahnen für Speedway-Motorradrennen. Hierdurch wäre es theoretisch möglich, dass es zu einer Kooperation zwischen dem SCAG e.V. und mehreren Speedwaybetreibern kommt. Die Rennen der SCAG könnten somit auf den schon vorhandenen Sandbahnen ausgetragen werden. keine Baukosten für den SCAG e.V., bessere Auslastung der vorhandenen Speedway-Sandbahnen Umbaumaßnahmen an den vorhandenen Speedways erforderlich (Anpassung der Banden- und Fahrbahnen an Pkw-Rennen), keine Kurvenüberhöhung möglich

Generell sind alle vier aufgeführten Varianten möglich, jedoch muss unter Berücksichtigung derzeitig vorherrschender Gesichtspunkte die Variante 1 als realistischste favorisiert werden.

Wie ein selbstgebauter SCAG Dirt Track aussehen könnte, ist in der unten aufgeführten Abbildung in Panoramaansicht dargestellt.

dirt_track Dirt Track in Panoramaansicht

© Carey Akin (CC BY-SA 2.0)

Bei den Dirt Tracks soll es sich demnach um ca. 400 – 800 m lange Fahrbahnen in klassischer Ovalform handeln, welche sich in ländlichen Gebieten befinden. Zwei mögliche Dirt Track Varianten in der Ansicht von oben finden Sie unter Grafiken.

Die ca. 20 bis 25 m breiten Fahrbahnoberflächen sollen aus Erde bestehen. Zur Bereitstellung eines griffigen Streckenbelags müssen die Fahrbahnen in regenmäßigen Abständen mittels einer an einem Traktor angehängten Stahlwalze geglättet und verfestigt werden. Um der Staubentwicklung entgegenzuwirken, ist eine anschließende Bewässerung durch einen Wassertankwagen notwendig.

Ob die benötigten Streckenfahrzeuge, wozu dem den beiden vorher genannten noch ein Abschleppfahrzeug (7,5 t Lkw) sowie ein Pace Car / Safety Car (Pkw) zählen, für jeden einzelnen Dirt Track gekauft oder für die jeweiligen Rennveranstaltungen ausgeliehen werden, hängt von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln sowie den Gebrauchtwagenangeboten ab.

tractor_roll Traktor mit Stahlwalze

© David Wright (CC BY 2.0)

water_truck Wassertankwagen

© Royal Broil (CC BY-SA 2.0)

Während im Start/Zielbereich die Fahrbahnbegrenzung nach außen hin aus einer ca. 1,5 m hohen Bande aus Erde bzw. einem Grashang sowie einem massiven Metallfangzaun bestehen soll, so sind im Bereich der leicht überhöhten Kurven (ca. 5 bis 15°) sowie der Gegengrade keinerlei Begrenzung oder Schutzvorrichtungen angedacht.

Als Zuschauertribüne sollen entweder natürlich geografische oder künstlich geschaffene Grashänge im Bereich der Start/Zielgerade dienen, welche teilweise mit Holzsitzbänken versehen werden.

Die an die Strecken angrenzenden Grasflächen sollen als Fahrerlager und Zuschauerparkplätze genutzt werden.

Zusätzlich sind noch einige einfache Holzhütten als Kartenverkaufs- und Sanitärgebäude sowie Unterstellmöglichkeiten für die Streckenfahrzeuge zu errichten.

Unter Voraussetzung dieser Bauweise ist es möglich, die zur Austragung benötigten Sportstätten auch mittels geringer finanzieller Mittel bundesweit ins Leben zu rufen. In Abhängigkeit des Publikumsinteresses / der Einnahmen ist angedacht, dass die Rennstrecken im Laufe der Zeit professionalisiert werden (Betonwände als umlaufende Streckenbegrenzung, Holz- / Metallkonstruktionen als Zuschauertribünen, Schotter- oder Kiesflächen als Fahrerlager- und Zuschauerparkplätze, wetterfeste Gebäude, Flutlichtanlagen für Nachtrennen, ... ).

Im Gegensatz zu den USA, wo auf jeder Dirt Track Rennstrecke mehrere Rennen pro Jahr stattfinden, müssen hierzulande alternative Auslastungskonzepte für derartige Anlagen gefunden werden. So wäre es z.B. denkbar, dass auf den Rennstecken auch Oval-Offroad-Rennveranstaltungen mit Motocross- bzw. Enduro-Maschinen oder auch Quads ausgetragen werden. Des Weiteren wäre es möglich, dass wenn die Außenflächen bzw. die Innenfelder der Dirt Tracks aus einer ebenen und gepflegten Rasenfläche bestehen, diese z.B. für Automärkte, Wochenmärkte, Autotreffen, Autokinoveranstaltungen, Konzerte, … Anwendung finden.